über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
WDR

Radfahren im Lubéron

Kleine, malerische Dörfer mit ockerfarbenen Dächern schmiegen sich an die Hänge. Der Duft von Rosmarin und Thymian liegt in der Luft. Das ist der Montagne de Lubéron in Südfrankreich.

Vor zehn Jahren erst wurde er zum Naturpark erklärt. Etwa 50 Gemeinden zwischen Avingnon und Forcalquier gehören zu der Region im Herzen der Haute Provence.

Seit einiger Zeit kann man auf gut beschilderten Wegen diese Region mit dem Fahrrad erkunden. Ausgangspunkt ist Cavaillon. Anschauliche Tafeln informieren schon am Bahnhof. Die Gesamtstrecke von Cavaillon bis Forcalquier ist ca. 100 Kilometer lang. Für eine ruhige Entdeckung des Naturparks sollte man sich dann schon mindestens eine Woche Zeit lassen.

Nur wenige Minuten entfernt können, Fahrräder geliehen werden. Praktische Tipps vor der Abfahrt und eine 21-Gang Kettenschaltung sind äußerst hilfreich. Wir haben uns für eine Zweitagestour entschieden und zahlen pro Rad umgerechnet knapp 60 DM.

(O-Ton Fahrradverleiher)

So gut vorbereitet geht es los. Und schon nach wenigen Kilometern haben wir den Verkehr hinter uns gelassen und erreichen den kleinen Ort Oppède. Das alte Bergdorf war langezeigt unbewohnt und verfiel. Dank der Initiative einiger Künstler belebt sich Oppède langsam wieder. Selbst auf kleinen Nebenstraßen ist die Strecke vorbildlich beschildert. Und so kann man sich ganz dem Reiz der Landschaft hingeben.

Fast uneinnehmbar wirkt Ménerbes, das sich an einen Felsvorsprung des Lubéron klammert. In den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts war der Ort letzte zuflucht der Hugenotten, die sich erst nach einer harten fünfjährigen Belagerung ergaben. Heute bietet der Ort eine willkommene Rast und einen wunderschönen Ausblick auf das Umland.

Ausgeruht und nach einer rassanten Talfahrt, sollte man auf jeden Fall an einen der Weingüter Station machen und sich bei einen der kleinen Winzer ausführlich über die Weinproduktion informieren. Die Degustation inklusive versteht sich.

Am Rande der Strecke gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten in kleinen Hotels oder Privatunterkünften. Mit dem Charme und Flair der Provence. Für ein Doppelzimmer zahlt man hier zum Beispiel pro Nacht etwa 100 DM.

Schon von weitem ist die mächtige Ruine einer Burg bei Lacoste zu erkennen. Sie gehörte demnach ...3.29... de Sade, dessen literarisches Werk umstritten ist, heute aber auch als Auflehnung gegen göttliche und menschliche Gebote gesehen wird. Ein Picknick im Schatten dieser Burg ist sicher ein tolles Erlebnis. Die Abfahrt aus dem Dorf über holpriges Pflaster erinnert auf ihre Weise an den Marquis, dem noch heute das eine oder andere in den schmalen Gassen von Lacoste gewidmet ist.

Weiter gehts auf der Landstraße zum Nachbarort Bonnieux. Nur einen Steinwurf voneinander entfernt blicken sich die beiden Städtchen seit Jahrhunderten von Hügel zu Hügel an. Eine besondere Geschichte hierzu kennt Karin Merveille.

(O-Ton Karin Merveille)

Die Haute Provence hat schon immer auf Intellektuelle und Künstler eine ganz besondere Anziehung ausgeübt. Vor zwanzig Jahren kam Karin Merveille zusammen mit ihrem Mann hierher und kaufte eines der verfallenen Häuser inmitten eines Olivenhains.

(O-Ton Karin Merveille)

Den Bauern in der Umgebung boten den Fremden jedoch die Chance ihre Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen. Ein Glas Lavendelhonig sollte ebenso auf der Andenkenliste stehen, wie Kräuter aus der Provence oder frisches Olivenöl, was selbstverständlich genau wie der Wein direkt im Laden probiert werden darf.

(O-Ton Olivenverkäuferin)

Wem bei all den Eindrücken, kulinarischen Genüssen und der Schönheit des Lubéron eine Zweitagestour nicht lang genug ist, der kann selbstverständlich auch länger bleiben.

Ab der nächsten Saison können die geliehenen Fahrräder nämlich in ausgesuchten Hotels und Privatunterkünften wieder zurückgegeben werden. Damit wird die Gestaltung einer Radtour durch den Lubéron noch flexibler.

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