über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
WDR

Mit dem Wohnmobil nach Mittelschweden

Patrick und Andreas planen ihren Urlaub mit dem Wohnmobil.

(O-Ton Patrick, Andreas)

Jetzt geht's an die Planung. Die offizielle Internet-Seite des schwedischen Campingverbandes - camping Punkt se - gibt es sogar auf Deutsch. Hier werden die beiden schnell fündig. Sachen packen, gut und sicher verstauen und ab geht es.

Von Bielefeld aus geht es nach Östersund in Nordschweden. 1.800 Kilometer liegen vor ihnen. Der direkte Weg ist der "Klassiker" - über die Vogelfluglinie von Fehmarn aus und mit zwei Fährverbindungen via Dänemark nach Schweden. Die beiden Fährverbindungen kosten 148,00 Euro für ein Fahrzeug bis 12 Meter Länge. Also auch ausreichend für ganz große Wohnmobile. Nach gut 4 Stunden geht es auf das erste Schiff. Vorteil der Fähre: man kann nach einer langen Fahrt verschnaufen und kommt doch voran.

Weiter geht's. An Stelle der zweiten Fährfahrt von Dänemark nach Schweden, kann man auch die Öresund-Brücke nehmen. Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff kosten 149,00 Euro. Für die Kombination von Fähre und Brücke sind 143,00 Euro fällig. Und man muss 50 Kilometer weiter fahren. Immer noch liegen aber fast 1200 Kilometer vor ihnen.

Patrick und Andreas haben sich deshalb einen Campingplatz in Gränna am Vätternsee als Zwischenstopp ausgesucht. Dann haben sie mehr als die Hälfte geschafft. Beim Einchecken gibt's eine Magnetkarte, damit kommen die beiden rein. Die selbe Karte öffnet auch die Tür zu den Toiletten und Waschräumen.

(O-Ton Andreas)

Nur wer bezahlt, soll hier Zutritt haben. Die Waschräume sind einfach ausgestattet - aber sauber. Herd und Kochstellen gibt's gleich nebenan. Vielleicht sind die Elektrogeräte der Grund für die gesicherte Eingangstür.

Nächster Tag. Patrick und Andreas sind schon wieder auf Tour. Die gut ausgebaute Fernstraße führt am Silian-See vorbei. Der richtige Ort für eine Rast. Hier gibt es einfache und preiswerte Hausmannskost in Selbstbedienung. Auf dem Weg nach Norden wird es immer einsamer. Ihre erste wirkliche Urlaubsstation nach 1.600 Kilometern Fahrt: der Campingplatz von Vemdalen - mitten in einem Naturschutzgebiet.

Der Stellplatz für die Nacht kostet hier: 18,00 Euro. Zusätzliches Highlight: Lennart Thunell bietet seinen Gästen Bootstouren und Angelkurse an. Mit Lennart Thunell als Führer geht es mit dem Kanu durch die unberührte schwedische Landschaft - die Tagestour kostet gerade mal 22 Euro. Kaffee vom offenen Feuer, das schmeckt und hilft gegen Mücken.

(O-Ton Begleiter)

Rustikal aber authentisch.

(O-Ton Lennart Thunell)

Da kann kein noch so gestylten Latte Machiatto mithalten. Fern ab von Alltagsstress genießen die Camper ihren Urlaub.

(O-Ton Patrick)

Fliegenfischen ist Lennarts Spezialität.

(O-Ton Lennart Thunell)

Während Patrick sein Glück versucht, greift auch Lennart Thunell zur Angel.

(O-Ton Lennart Thunell)

Unerwartetes Anglerglück. Ein dicker Brocken hängt an Lennarts Leine. Jetzt sind Geschick und Können gefragt. Es ist ein Hecht. Ein Süsswasser-Raubfisch mit höllisch scharfen Zähnen. Leider bleibt er der einzige Anglererfolg an diesem Tag.

Patrick und Andreas erreichen ihr Ziel Östersund am nächsten Tag. Campen wollen sie auf Frösö, einer kleinen Insel gegenüber der Stadt. Hier liegt der größte Campingplatz der Provinzhauptstadt von Jämtland.

(O-Ton Rezeptionist)

Aber das ist nur ein Tipp. Die beiden können sich irgendeinen der 161 Stellplätze aussuchen. Hier ist alles gänzlich unkompliziert. Einparken und das Wohnmobil an den Strom anschließen: Fertig. Den haben die beiden nämlich pauschal mitbezahlt.

(O-Ton Andreas, Patrick)

Vor dem Abendessen: Körperpflege.

(O-Ton Andreas, Patrick)

Etwa 50 cent für 5 Minuten heißes Wasser. Das reicht.

Überraschung am nächsten Morgen: Sonntag. Der kleine Laden an der Rezeption bietet zwar Frischwaren, aber das meiste ist schon weg. Auch mit frischen Brötchen wird´s wohl heute nichts. Etwas Süßes ist nocht übrig. Dabei sind die Landestypischen Puddingteilchen nicht jedermans Sache.

(O-Ton Andreas, Patrick)

Zum Glück ist der nächste Supermarkt gleich um die Ecke. Und der hat jeden Tag auch Sonntags 14 Stunden durchgehend geöffnet. Zeit für Preisvergleiche.

(O-Ton Patrick, Andreas)

Die Preise im Supermarkt entsprechen durchaus denen zu Hause. Ob die Kosten für Fahrt und Champingplätze allerdings günstiger sind, als bei einen Urlaub zum Beispiel in Italien, wird sich am Ende der Reise herausstellen.

Nach dem Essen machen sich Patrick und Andreas auf in die Berge: nach Åre, nordwestlich von Östersund. Åre ist vor allem bekannt für Wintersport. Seit einiger Zeit macht der Ort aber auch im Sommer von sich Reden. Ein muss für Aktivsportler.

(O-Ton Patrick, Martin Mothander)

Wenns auch anders aussieht: das hier ist absolut ungefährlich. Der "Drahtseilakt" kostet 60 Euro. Günstiger ist es mit dem eigenen Mountainbike - die Tageskarte für die Lifte kostet 26 Euro.

Nach zwei Wochen geht der Urlaub in Schweden zu Ende. Zeit, Bilanz zu ziehen. Was ist teurer, Champing in Schweden oder in Italien? Mit durchschnittlich 20 Euro pro Tag sind die Plätze hier fast 10 Euro billiger als die italienischen. Autobahngebühr und Schweizer Vignette sind zusammen fast genauso teuer wie die Fähren nach Schweden. Skandinavien ist also durchaus eine Alternative zu Südeuropa.

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