über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
WDR

Georgias Küste

Fischtrawler warten auf Arbeit. Auch an Georgias Küste ist die Überfischung zu spüren. Das Wetter ist häufig rau und unbeständig.

Einer, dem das wenig ausmacht, ist Kapitän Larry Credle. Der Mann Ende 50 fährt schon lange zur See. Den Krabbenfang hat der Seebär von seinem Vater gelernt, so wie der es von seinem Vater kannte. Aber vom Fischfang kann heute in Georgia keiner mehr leben.

(O-Ton Larry Credle)

Es kam alles anders. Mit der Lady Jane fährt Credle heute als einziger Fischer an der Ostküste der USA Touristen zum Krabbenfang hinaus. Knapp 40 Dollar zahlen Erwachsene für eine zweistündige Tour. Kinder unter 6 Jahren 25 Dollar. Selbstverständlich nimmt Credle auch Kurzentschlossene mit, wenn das Boot noch nicht ausgebucht ist.

(O-Ton Larry Credle)

Sicherheit wird bei ihm groß geschrieben.

(O-Ton Larry Credle)

Larry Credle hat schon viel erlebt. Sogar Hollywood ist auf ihn aufmerksam geworden.

(O-Ton Larry Credle)

Den erfahrenen Seebär kann das aber nicht erschüttern. Jeden Tag ist er auf dem Wasser und begeistert mit seinen Geschichten die Touristen. Credle Junior ist auch schon im Geschäft. Ganz in der Familientradition. Wenn er für die Fahrgäste den Fang einholt, spart er nicht am nötigen Seemannsgarn.

(O-Ton Larry Credle Jr.)

Für den Krebs ist es noch mal gut gegangen. Weniger für die Shrimps, die auch im Netz waren. Der Fang wird nämlich gleich sortiert und landet anschließend in diesem großen Topf mit Wasser. Der Smutje ist auf alles vorbereitet und muss nur noch verteilen. Das Puhlen übernehmen die Gäste selbst.

So abgelenkt merken einige gar nicht, dass sich Begleitung angesagt hat. Delfine sind an Georgias Küste sehr verbreitet. Kapitän Credle nutzt das natürlich als kleine Attraktion für seine Gäste.

(O-Ton Larry Credle)

So hat der "echte" Blackbeard vielleicht ausgesehen. In der Hafenstadt Savannah macht man ihn mit Hilfe von Schauspielern zum Publikumsmagneten. Das "Pirates Inn" ist nur eines von vielen historischen Gebäuden der Stadt.

Anders als andere amerikanische Städte hat Savannah ihr Flair bewahren können und lockt mit ihrem einmaligen Stadtbild. Künstler von überall kommen hierher in die Stadt der Villen und vielen Parks, um zu malen.

(O-Ton Paul Ahio)

Während in Savannah eine vergangene Epoche konserviert zu seien scheint, wird im Hinterland die ursprüngliche Natur Georgias bewahrt. Eineinhalb Autostunden von Savannah entfernt liegt das Naturschutzgebiet des Okefenokee, dem "Land der zitternden Erde", wie die Indianer das Sumpfgebiet nennen.

Neben seltenen Pflanzen finden sich hier abseits der Zivilisation unzählige Tierarten - kleine und große. Gleich neben der Touristeninformation zum Beispiel. Wer mehr über den Okefenokee erfahren will, fährt mit Joey Griffin und seinem flachen Motorboot durch den Hauptkanal hinaus in die Wildnis. Joey Griffin ist mit den Sümpfen aufgewachsen. Schon sein Vater fuhr regelmäßig mit dem Boot in das Labyrinth und nahm ihn oft mit.

Zwischen 55 und 65 Dollar kostet diese geführte Stundentour, je nach Teilnehmerzahl. Wer auf einen sachkundigen Führer verzichten möchte, dem helfen Wegweiser und Kartenmaterial durch das Labyrinth. Man darf das riesige Arial auch selber mit dem Paddelboot erkunden. Tipps für Routen und Tagestouren gibt es im Informationsbüro im Eingangsbereich des Okefenokee.

Und dann geht das Abenteuer los. Mit dem eigenen oder dem geliehenen Boot, auf Tuchfühlung mit vielen tausenden Alligatoren, die hier leben.

(O-Ton Joey Griffin)

Deshalb ist es vielleicht keine so gute Idee ins dunkle Wasser zu greifen. Obwohl die Ureinwohner ihm heilende Wirkung nachsagen. Solche Prachtexemplare bekommt man nur zu Gesicht, wenn man sich ruhig an sie heranpirscht. Joey Griffin ist darin Experte. Noch nie hat einer im Okefenokee ein Boot angegriffen, erzählt er. Alligatoren sind sehr scheu, aber leises heranpirschen hilft und schließlich entdeckt man immer einen.

Wer sich längere Zeit in dieser bizzaren Landschaft aufhalten möchte, der sollte sich auf der Newell Lodge einmieten. Noch ist sie ein Geheimtipp. Direkt an der Grenze des Parks nur ein paar Meilen abseits der Hauptstraße hat sich Harwin Carter seinen Traum von dieser Ranche für Feriengäste erfüllt. Weitab von jeder Behausung, rodete er Land, sorgte für Infrastruktur und baute kleine Ferienhäuser, die er und seine Frau liebevoll einrichteten.

(O-Ton Harwin Carter)

Zur Wohnidylle gibts bei Harwin Carter auch Reitunterricht. Ein Sporturlaub für erfahrene Reiter, wie auch "Greenhorns". Denn Anfänger dürfen hier gern in den Sattel. Und zumindest das Pferd weiß wohin. Georgias Küste ein attraktives Reiseziel, das für jeden was zu bieten hat.

Hong Kong

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Mittelschweden mit dem Wohnmobil

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Nessie aus Mittelschweden

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Radfahren im Lubéron

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Smoky Mountains

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