über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
WDR

Ein Filmstar auf Tingeltour

Ein Tourneetheater in der Kleinstadt. Heute lockt sogar ein Filmstar in die Aula des Gymnasiums. Der Saal ist ausverkauft.

(O-Ton Dominique Lorenz)

Das hoffen auch die Zuschauen in Rheda-Wiedenbrück. Heiner Lauterbach tingelt alle paar Jahre durch die Provinz. Derzeit mit dem Stück "Nächstes Jahr, gleiche Zeit" von Bernhard Slate. Dann kann man ihn beinahe anfassen, auch wenn er eigentlich schon ziemlich müde ist.

(O-Ton Heiner Lauterbach)

Endlich nachts um elf geht's ins Restaurant, das Ensemble hat schließlich Hunger. Heute Abend sind ausnahmsweise mal alle gemeinsam beim Essen. Heringsfilet und Dampfkartoffeln, da entsteht so etwas wie Freizeitstimmung. Ständig und bei jeder Gelegenheit dokumentiert die Truppe ihre Tournee auf Polaroidfotos für's Erinnerungsalbum. Die Bilder zeigen deshalb bestimmt keine Heiligen.

(O-Ton Dominique Lorenz)

So ungezwungen geht's allerdings nur zu, weil die Chemie zwischen Star und Truppe stimmt.

(O-Ton Crewmitglied)

7 Uhr: für Fahrer und Techniker ist die kurze Nacht zuende. Der Rest kann noch schlafen. Während Peter Kisthart seinen Teambus wartet, ist die Bühnentechnik mit dem anderen LKW schon unterwegs in die nächste Stadt. Der Zeitplan muss eingehalten werden beim ständigen Ortswechsel. Pannen darf es da nicht geben: 7 Tage lang in der Woche.

(O-Ton Busfahrer Peter)

Von Emmerich nach Cuxhaven oder von Bergen nach Arnsberg: Darsteller und Bühnencrew bekommen davon kaum etwas mit. Die fünf Fahrgäste machen es sich auf 50 freien Plätzen bequem. Und für die Schauspieler gibt es sogar ein gemütliches Bett ganz hinten im Bus. Wenn Heiner Lauterbach und Dominique Lorenz entspannen, ist dieser Bereich für die anderen tabu.

(O-Ton Holger Schettler, Heiner Lauterbach)

Ohne Stau und Panne nach 250 Kilometern mal wieder die Suche vor Ort. Dominique Lorenz als Co-Pilotin, manche Hotels liegen so versteckt, dass selbst die Anfahrtsskizzen kaum helfen.

(O-Ton Busfahrer Peter, Dominique Lorenz)

Heute klappt es besser. Noch sechs Stunden Freizeit, die jeder für sich zu nutzen weiß. Im Hotel wollen Heiner Lauterbach und Dominique Lorenz ihre Ruhe haben. Das Hotelpersonal ist den Umgang mit VIP´s gewohnt.

(O-Ton Hotelpersonal)

(O-Ton Heiner Lauterbach)

Ob´s da beim Fußball gucken bleibt?

19.00 Uhr: Heiner Lauterbach und Freundin Jenny auf dem Weg ins Theater. Und immer ist wichtig: Wie sieht die Bühne aus? Das ist entscheidend für die Stimmung am Abend. Kleine Häuser oder gar Mehrzweckhallen auf deren provisorischen Bühnen, die Kulisse selten passt, sind dem Star ein Gräuel, weil er dort nicht richtig spielen kann, sagt er. Dies Theater ist schon fast ein kleines Opernhaus mit richtiger Hinterbühne und sehr viel Platz. Heiners Laune dürfte gesichert sein. Auch die Techniker sind erleichtert.

(O-Ton Heiner Lauterbach)

Eine Stunde später. Der Theatersaal ist vollbesetzt. Nur noch wenige Augenblicke bis zum Auftritt.

(O-Ton Heiner Lauterbach)

Doch jetzt wird´s ernst.

(O-Ton Techniker)

(O-Ton Theaterstück)