über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
SWR

Toledo

Toledo, die alte Hauptstadt Spaniens, ist eine geschichtsträchtige Stadt. Es gab eine Zeit, in der auf dem Berg am Flüsschen Tajo Christen, Juden und Moslems friedlich zusammenlebten.

Die schmalen Gassen, durch die sich Autos nur mühsam bewegen können oder vor den dichten Mauern oft sogar ganz kapitulieren, sind ebenso alt wie die Besiedlung des Ortes im Herzen von La Mancha. Zu Fuß lässt sich Toledo noch immer am besten erkunden.

Viele Kulturen haben diese Stadt geprägt. So ist der Besuch vergleichbar mit der Reise in einer Zeitmaschine. Aus aller Welt kommen Touristen hierher, um dieses Phänomen zu erleben.

O-Ton Walter Schneider

Und tatsächlich. Nahezu jedes Haus hat seine Geschichte wie zum Beispiel dieses Hotel im Zentrum Toledos. Der Altbau wurde vor einigen Jahren von oben bis unten saniert. Unter Glasfußböden verbirgt sich ein Gewölbe, das der Hotelier Torge de la Puente als Weinkeller nutzt.

Dort wo inzwischen edle Tropfen lagern, hat er über viele Jahre Geld für den Erhalt der historischen Wurzeln seines Hauses investiert. Ganz unten finden sich noch Reste eines römischen Bades.

O-Ton Torge de la Puente

Römische Mauerreste aus Ziegelstein, Fragmente uralter Wasserleitungen und die steinernen Fundamente späterer maurischer Besiedlung kann man an vielen Stellen in Toledo besichtigen. Schließlich eroberten die Christen die Stadt und Anfang des 13. Jahrhunderts begannen sie mit dem Bau der großen Kathedrale. Verschiedene Stilelemente kamen im Laufe von 250 Jahren Bauzeit zusammen. Ein barocker Marienaltar, der von oben Tageslicht abbekommt, befindet sich an der Rückseite des gotischen Hauptaltars. Der dominiert das Kirchenschiff mit seinem Reichtum aus Figuren und Blattgold.

Auch außen ist der Stilmix zu erkennen: die gotischen Türen, ein gotischer Turm und die von Jorge Theotocópuli gestaltete Barock-Kuppel. In früheren Jahrhunderten war Toledo eine wehrhafte Stadt. Mit Mauern ringsum und mächtigen Stadttoren wurde sie vor Feinden geschützt – wie alle Städte, als man noch mit Schwert und Rüstung in die Schlacht zog.

Heute werden an allen Ecken der Stadt solche „original“ Rüstungen verkauft – nagelneu aber stilecht. Ein Ritter für das Wohnzimmer – wer's mag. Auch der „Ritter von der traurigen Gestalt“ Don Quichote ist hier in La Mancha allgegenwärtig. Den Waffenschmieden hat man im Alcázar, der mächtige Festung, ein Denkmal gesetzt.

O-Ton Cristina Gimérez Ronrell

Nicht nur die spanischen Könige bezogen ihre Waffen aus Toledo. Schon vor ihnen ließen Kelten und Römer hier Klingen schmieden. Die Mauren taten es ihnen gleich und entwickelten eine besondere Technik, um sie zu verzieren. Im Museum ist das älteste erhaltene Stück aus dieser Epoche zu sehen. Wenn es abends rund um das Museum auf den Plätzen und in den Gassen ruhiger wird, liegt es daran, dass viele die kleinen Restaurants und Tapas-Bars besuchen. Eine davon gehört sogar einem Deutschen.

O-Ton Peter Wallner

Zu guter letzt noch ein Tipp von Gastwirt Peter: Toledo bei Nacht erleben, wenn endgültig Ruhe einkehrt in die Altstadt zwischen Kathedrale und Alcázar.

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