über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
SWR

Lüneburger Heide

Die Heimatfilme der 50er Jahre haben lange das Bild von der Lüneburger Heide geprägt. In der Geestlandschaft im Norden Deutschlands steckt aber mehr als nur Idylle und Beschaulichkeit.

Natürlich kann die Lüneburger Heide mit viel Natur aufwarten. Heidehonig ist das wohl bekannteste Produkt aus der Heide. Auf den Märkten von Lüneburg bis Celle wird das leckere „Heidegold“ verkauft. Sein Aroma und seine cremige Beschaffenheit machen ihn so beliebt - und weil es nicht viel davon gibt, recht teuer. In Celles Altstadt gibt es neben Honig. Heidelbeeren und Himbeeren aus der Region allerdings noch mehr zu sehen.

„Celle hat im Gegensatz zu vielen anderen Städten noch einen intakten, erhaltenen Stadtkern mit zahlreichen Fachwerkhäusern, deren Entstehung bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht.“ Unter den Dächern Celles fanden Ende des 17. Jahrhunderts Hugenotten ein neues Zuhause und prägten das Gesicht der Stadt mit. „Celle war bis 1705 Residenzstadt. Hinter mir befindet sich das Celler Schloss. Dort gibt es auch ein Residenzmuseum, in dem diese Geschichte dargestellt wird und in dem auch das Leben im Schloss und seiner Bewohner bis 1705 zu sehen ist.“

In den Räumen des Schlosses kann man unter anderem erfahren, was das Fürstenhaus der Welfen, dessen Ursprünge in Süddeutschland und Italien liegen, im 17. Jahrhundert mit Celle verband und wie es die Politik zwischen Celle, Wolfenbüttel und Hannover prägte. Mit dem Tod des Regenten Georg Wilhelm im Jahre 1705 wurde die Residenz in Celle aufgelöst und die Regierung nach Hannover verlegt. Dort sitzt sie heute noch. Das Schloss und die wunderschönen Parkanlagen sind Celle zum Glück geblieben. Und da ist sie wieder: die Verbindung zur Natur. In der Maulbeerbaum-Allee des Französischen Gartens summen Tausende Bienen beim Sammeln von Nektar um die Wette.

Hier befindet sich das Institut für Bienenkunde mit einer Dauerausstellung über die Imkerei. Die „Gesichter“ auf den Bienenkörben sollten vor nächtlichen Honigdieben schützen.

„Etwa 300 Bienenvölker gehören dazu, um eine Imkerei zu betreiben. Die 300 Völker gab es aber immer nur zur Zeit der Heideernte. Das war dann die höchste Anzahl. Über Winter waren dann 60 Völker ernährt worden. Daher gab es nicht nur relativ guten Honigertrag sondern auch guten Wachsertrag - und das brachte viel Geld ein – weil in der Kirche z.B. nur Wachslichte brannten und nicht etwa Talglichte, wie sie der einfache Mensch auf dem Lande oder in der Stadt hatte.“

Tief unter der Heide bei Wietze schlief lange Zeit ein anderer Energielieferant: Erdöl. Bis 1963 wurde hier am alten Standort in Wietze noch Öl gefördert. „Wir sind natürlich ganz stolz, dass hier in Wietze eine der ersten Erdöl fündigen Bohrungen der Welt stattgefunden hat. 1858 hat Professor Hunäus im Auftrag des Königreiches Hannover hier eine Bohrung durchgeführt. Er hat hier also doch massiv Erdöl gefunden. Das ist der Beginn der industriellen Erdölförderung hier in Wietze geworden.“ Das schwere Gerät blieb gleich vor Ort und neues kam für das Museum dazu.

Der Ölboom hat der Heide offenbar nicht geschadet. Schlimmer waren die Spuren der jahrhunderte langen Überweidung der Wälder. So entstand die karge Landschaft, in der nur noch Heidschnucken Nahrung finden.

„Nach neuesten Erkenntnissen war der Hauptertrag der Heidschnuckenhaltung nicht die Wollgewinnung, die man ohnehin nur für grobe Dinge gebrauchen konnte. Zur Produktion von Decken beispielsweise. Sondern der Hauptertrag lag in der Düngerproduktion, Denn die Heidschnucken setzten das Heidekraut in Dünger um, den man dringend auf den unterversorgten Äckern brauchte.“ Im Museumsdorf Hösseringen erfährt man noch mehr darüber. Wer nach dem Spaziergang durch das Dorf hungrig ist, trifft im Restaurant nebenan auf typische Heidekost. „Und hier ganz lecker: der Heidschnuckenrücken – typisch aus der Heide. Und hierzu unsere leckeren Bratkartoffeln zum Wildsauerfleisch.“ Nach einem langen Tag draußen in der Natur ist der Besuch in einem Heiderestaurant der krönende Abschluss. Spezialitäten sind neben Heidschnuckenfilets verschiedene Wildgerichte, Gemüse und Kartoffeln aus heimischem Anbau. „Und bei Ihnen einmal das Heidschnuckenfilet und die Speckbohnen dazu. Guten Appetit.“


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