über 30 JahreIm Februar 1981 wurde unser erster Film für das Fernsehen gedreht. Mit dem Titel „Jeder braucht ein Du“ portraitierte dieser 30-minütige Film die engagierte Hilfe von Laien für psychisch Kranke. Realisiert wurde der Film für die Redaktion „Gott und die Welt“ im Auftrage des Westdeutschen Rundfunks.

Es folgten seit dem viele weitere spannende Dokumentationen und Reportagen für die unterschiedlichsten Redaktionen und Sender. Mehr dazu auf diesem Portal.
SWR

Krimistadt Münster

Von oben beschaulich und keine Anzeichen. Doch ausgerechnet hier in Münster, Deutschlands Fahrradstadt, geht das „Verbrechen“ um. Denn Münster ist Krimistadt und hat eine düstere Vergangenheit.

Mit ihr kennt sich Wolfram Schulze bestens aus. Er ist Türmer der Lambertikirche. Und die ist eng mit einer dunklen Zeit verknüpft.. Jeden Tag steigt er die 300 Stufen hoch. Statt Glockenläuten tutet Wolfram Schulze die Uhrzeit vom Turm. Das hat Tradition. Und mindestens genauso lange hängen außen am Turm Relikte von einem schaurigen Ereignis.
“Wir stehen hier auf der Ebene, wo die drei Wiedertäufer-Käfige hängen. Das sind die Originalkäfige von 1536. Da sind die drei Rätesführer tot reingesetzt worden. Die sind vorher zu Tode gefoltert worden“ In bedrohlicher Höhe prangen sie noch heute über der Stadt und erinnern an das Täuferreich. Weiter unten kann man sich im Rahmen einer Krimiführung auf Spurensuche begeben. In geführten Gruppen geht es zu fiktiven und echten Tatorten. Ein grausiger Fund in der Aa. Genau hier fand man in den 1950er Jahren eine kopflose Männerleiche.

“1957 wurde in diesem kleinen Fluss der Aa ein Paket mit Teilen einer Leiche entdeckt und das war der spektakulärste Mordfall, der in Münster in der Neuzeit passiert ist. Eben die Ermordung des Münsteraner Anstreichers Hermann Rohrbach und der bewegt die Menschen bis heute.“ Der Verdacht fiel zunächst auf seine Ehefrau Maria Rohrbach, doch deren Schuld konnte nie bewiesen werden. Der Mordfall Rohrbach wurde nie gelöst. Noch heute geht in Münster das Verbrechen um, zumindest in den Drehbüchern zweier bekannter Krimiserien. Dieser Platz war schon oft Drehort.

“In Wilsberg und im Tatort kommt die Lambertikirche immer vor, weil man hier genau das Bild von Münster sieht, das die Menschen aus kennen: Kopfsteinpflaster, Kirche und die Münsteraner bögen am Prinzipalmarkt.“ Von diesem Tatort geht es weiter zu Münsters beliebtesten Krimi-Drehort. “Wir haben Glück. Heute ist Drehtag am Antiquariat. Hier sehen wir das Antiquariat Solder. Im Alltag werden hier alte Bücher verkauft, aber heute ist Drehtag und da ist es eben das Antiquariat des Georg Wilsbergs, der gleichzeitig Privatdetektiv und Antiquar ist.“

Dreimal im Jahr wird hier der ZDF-Krimi Wilsberg produziert. Seit 1998 verkörpert Leonard Lansink den kauzigen Antiquar Georg Wilsberg. Warum man ausgerechnet Münster als Drehort wählte, sagt er so:

“Weil der Autor, der Wilsberg erfunden hat, also die Romane, weil der in Münster lebt. Also der ist aus Essen gekommen, hat hier studiert und ist wie viele Münsteraner einfach hier hängen geblieben.“ Und das ist bei so malerischen Anblicken verständlich. So hat Münster auch den Schauspieler geprägt. Das Fahrradfahren hat er sich hier abgeguckt. “Wilsberg ist ja zu arm für ein Auto. Der muss Fahrradfahren. Das steht da und ich selbst hab ja nicht mal einen Führerschein. Also ich kann gar nicht Auto fahren. Selbst wenn ich wollte.“ Wie in Münster üblich, ist auch der Privatdetektiv lieber mit dem Rad unterwegs.

Wer noch mehr über Krimis erfahren möchte, kann sich bei einem Krimi-Dinner auf Mördersuche begeben. “So jetzt wird’s lecker, aber erst natürlich auch nochmal kriminell. Nämlich zwischen den Gängen gibt es ein Krimispiel. Der Heinz Hermann, der kommt nämlich nicht. Der hat nämlich seinen Geburtstag nicht überlebt. Und wer von Euch der Mörder war, das wird das Spiel zeigen.“

In Rollenspielen lösen die Teilnehmer einen fiktiven Mordfall. “Bin ich etwa Heinz Hermann? Aber Herbert, ich finde, du hast Recht. Wir sollten endlich mit dem Essen anfangen. Heinz Hermann wird schon noch irgendwann kommen.“ Gegen den Mörderhunger ist selbstverständlich gesorgt. Vier Gänge erhalten die Teilnehmer, während sie den Mordfall lösen. Am Ende gibt’s die Auflösung. “Ihr alle hattet fantasievolle Verdächtigungen und alle hatten auch ein gutes Motiv, aber der Mörder war, oder ist: Markus!“ Ob richtig getippt oder im Dunklen getappt, auf den gelösten Mordfall gibt es für alle Teilnehmer einen Münsteraner Absacker: typisch vom Zinnlöffel. Und wer noch nach Hause laufen muss, der muss keine Angst haben, denn: Münster ist eine vergleichsweise sichere Stadt.

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